Mobile Betriebssysteme im Ländervergleich, oder: wo man mit iOS noch Schätze hebt

ios-vs-android-vergleich-laenderDie Information, dass über 80% der verkauften Smartphones mittlerweile Android als Betriebssystem installiert haben, ist bekannt. Das gilt zumindest für weite Teile Europas und viele Entwickler tendieren mittlerweile aus diesem guten Grund "Android first" zu entwicklen. 

Ein Blick auf die Verkaufszahlen in verschiedenen Ländern lässt jedoch insbesondere, wenn es die iOS App schon gibt, durch relativ geringen Aufwand der Lokalisierung einen wahren User-Schatz heben. 

Lesen Sie, in welchen Ländern Sie mir Ihrer iOS App vertreten sein sollten.

 

iOS und Android im LändervergleichMehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

Eines steht fest: in Deutschland wird künftig die Quote und auch die absolute Zahl der iOS Endgeräte sinken. Was die aktuellen Verkaufszahlen vorwegnehmen ist zwar noch nicht Realität, denn erst im September 2014 hat der Online-Traffic durch Android-Geräte den von iOS Geräten überholt. Dennoch ist es bei einer strategischen Planung, in welchen Ländern und mit welchen Sprachen die eigene App ausgestattet sein soll, wichtig zu wissen, wo iOS auch heute noch dominierend ist. 

Japan, wir kommen

In der obigen Grafik wird klar, dass dass neben dem Heimatmarkt USA in noch viel stärkerem Maße im bevölkerungsreichen Japan der Fall ist. Sollten Sie also derzeit an einer internationalen App arbeiten, wäre es absolut ratsam, eine Lokalisierung für den japanischen Markt anzubieten. 

Die Wichtigkeit der Lokalisierung, insbesondere in nicht-lateinische Sprachen, wird dabei oft unterschätzt: so verffügen beispielsweise sowohl Japan, als auch China über ein ausreichend großes Angebot an muttersprachlichen Apps mit der Folge, dass auch in der Suche der entsprechenden App Stores in der jeweiligen Landessprache gesucht wird. Apps, die mit englischen Titeln und Beschreibungstexten ausgestattet sind, werden damit praktisch unauffindbar. 

Die App selbst ist im besten Falle natürlich auch in der Landessprache verfügbar. In den meisten Fällen, insbesondere bei funktionalen Apps, die ohne viel Text auskommen, ist jedoch bereits ausreichend, eine Übersetzung des App Titels und der App Beschreibung anfertigen zu lassen und damit die entsprechenden Informationen in den App Stores zu ergänzen.

 

Was einem spanisch vorkommt...

Auf der Suche nach dem heiligen Gral der Lokalisierung von iOS Apps ist intuitiv nach Englisch das Spanische die zweite Wahl. Ein Blick auf die iOS Verbreitung in Spanien und Lateinamerika, ein Markt von immerhin gut einer halben Milliarde Menschen, ist jedoch sehr ernüchternd: 

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In keinem europäischen Land wird weniger iOS genutzt, als in Spanien und wahrscheinlich nirgendwo auf der Welt so wenig wie in Argentinien mit 0.3%. Da Apples Geräte nur zu einem Premium-Preis zu haben sind, gibt es für diese in wirtschaftlich schwächeren Ländern keinen Massenmarkt. Zudem kann man vermuten, dass das Smartphone in diesen Ländern weniger als Statussymbol dient, als etwa in asiatischen Ländern, die es trotz kleiner Mittelschicht im Falle Chinas 





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