Programmierung für Apples App Store lukrativer als für Android

umsatz-app-store-vs-android-market-place-sDa die viel zitierte Zahl der vorhandenen Apps bei Apples App Store und dem Android Market die 300.000er Marke durchbrochen hat, sagt diese Zahl für App Entwickler nicht mehr viel aus. Konkurrenz ist jedenfalls in Massen vorhanden, doch wie ist das Kaufverhalten der Smartphone und Tablet Nutzer und für welche Plattform lohnt es sich letztlich am meisten, zu entwicklen?

Nach einer aktuellen Analyse von Distimo für das Jahr 2011 ist es offenbar noch immer so: Apple Kunden sind deutlich öfter bereit, für Apps in die Tasche zu greifen.

Obwohl sich die Verbreitung der Endgeräte derzeit fast die Wage hält, erzielten laut der Studie die 200 umsatzstärksten Apps für iPhone und iPad ein vielfaches des Umsatzes im Apple App Store, als im Android Market.

 

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Umsatz der 200 stärksten Apps (Kaufpreis und In-App-Purchase) nach Plattform

(Grafik: Distimo)

Die Grafik veranschaulicht, dass mit den Top 200 Titeln auf dem iPad mehr als doppelt so viel Umsatz gemacht wurde, als mit den Top 200 Titlen auf der Android Plattform; beim iPhone ist es sogar vier Mal so viel Umsatz.

 

Was bedeutet das für die App Programmierung?

Ob der Umkehrschluss zulässig ist, dass iOS Apps den sechfachen Umsatz von Android Apps erzielen, darf angezweifelt werden, aber sofern Möglich dürfte es für App Entwickler lukrativer sein, den App Store vorrangig zu bedienen. Bedacht werden sollte dabei jedoch auch, dass Umsätze aus In-App-Advertising nicht berücksichtigt wurden. Durch die Offenheit der Plattform scheint diese Umsatzquelle bei Android insgesamt aber etwas verbreiteter.

 

Weitere Erkenntnisse zur Entwicklung der App Stores und Marketplaces

  • Die Marktführer Apple und Android können ihren Vorsprung vor der Konkurrenz weiter ausbauen. Die Anzahl verfügbarer Apps für Nokia (OVI) und Blackberry hat sich zwar wie bei fast allen App Stores ebenfalls verdoppelt - aber auf einem sehr viel niedrigeren Niveau.
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Anzahl der verfügbaren Apps im Jahresverlauf

(Grafik: Distimo)


  • Betrachtet man nur die kostenlosen Apps, gibt es im Android Market mittlerweile mehr Titel als für das iPhone; knapp die Hälfte davon Spiele.
  • In 2011 wurde mit dem sogenannte "Freemium" Modell (In-App-Purchase von Upgrade eines kostenlosen Apps) bei der Mehrheit der 200 Top Titel der Umsatz erzielt. Entwickler können mit dem Freemium-Modell die natürliche Hemmschwelle, Geld für ein App ausgeben zu müssen, ohne zu wissen ob es die Erwartungen erfüllt, umgehen und später an der Freischaltung von zusätzlichen Funktionen der App verdienen.
  • Im Vergleich zu den USA erzielt China nun bereits etwa 42% der Anzahl an Downloads für das iPhone. Beim iPad hat sich China schon zu 78% dem Downloadniveau der USA angenähert.
  • Alle Plattformen zusammen genommen, ist das am meisten heruntergeladene App in 2011 Angry Birds.

Surftipp

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